{"id":144,"date":"2017-11-15T22:42:31","date_gmt":"2017-11-15T21:42:31","guid":{"rendered":"http:\/\/2017.system-change.org\/de\/?p=144"},"modified":"2017-12-07T17:08:28","modified_gmt":"2017-12-07T16:08:28","slug":"1f231-ende-des-wirtschaftlichen-wachstums-und-wettbewerbszwanges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.system-change.org\/de\/1f231-ende-des-wirtschaftlichen-wachstums-und-wettbewerbszwanges\/","title":{"rendered":"1F231 Ende des wirtschaftlichen Wachstums- und Wettbewerbszwanges"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Ende des wirtschaftlichen Wachstums- und Wettbewerbszwanges:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Fundamental f\u00fcr eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Gesellschaft ist die \u00dcberwindung der wirtschaftlichen Wachstumshysterie und des allgegenw\u00e4rtigen materiell bestimmten Wettbewerbssyndroms. Das materialistische Wachstums- und Wettbewerbsmodell ist keineswegs, wie oft fatalistisch behauptet wird, Teil der genetischen Anlage der Spezies Mensch, sondern beruht lediglich auf einer reversiblen, also beeinflussbaren, sozial-psychologischen Pr\u00e4gung\/Erziehung und auf dem Ph\u00e4nomen des Mangels (tats\u00e4chlicher oder suggerierter Bedarf\/Nachfrage).<\/p>\n<p>Das Prinzip des grenzenlosen, weil kontinuierlichen wirtschaftlichen Wachstums als elementares Kraftfutter f\u00fcr eine sogenannte moderne Gesellschaft f\u00fchrt grenz\u00fcbergreifend zu einem Raubbau an den nat\u00fcrlichen Ressourcen des Planeten (Atemluft, Wasser, Vegetation, Boden), zur unkontrollierten Urbanisierung, zur W\u00fcstenbildung, Verelendung l\u00e4ndlicher Gebiete und urbaner Peripherien, zu Einkommensdisparit\u00e4ten, zur Entstehung von neuer oder Versch\u00e4rfung bereits existierender Armut, zu Kriminalit\u00e4t (einschlie\u00dflich Gef\u00e4hrdung der pers\u00f6nlichen Sicherheit) und sozialen Konflikten. Der diesem Wachstumsprinzip zugrundeliegende und damit notwendige Wettbewerb seiner\u00a0 Wirtschaftsakteure, ob gro\u00df oder klein, hat, bei einem gleichzeitigen Sich-Zur\u00fcckziehen staatlicher Regulierung und kaum existierender demokratischer Kontrolle, eine entsprechende Mentalit\u00e4tsverrohung des Menschen im Allgemeinen zur Folge.<\/p>\n<p>Die Gleichstellung von wirtschaftlichem Erfolg mit sozialer (gesellschaftlicher) Anerkennung und Akzeptanz, sowie die sich beschleunigende Angleichung von wirtschaftlicher Macht und politischem beziehungsweise gesellschaftlichem Einfluss, f\u00fchrt nicht nur zu einer Banalisierung des menschlichen Intellekts, sondern insbesondere zu einer Wertentleerung und Ent-Demokratisierung der Gesellschaft (insbesondere in Hinblick auf die Teilnahme oder Beteiligung\/Einflussnahme des Einzelnen). Ein solches sozial-psychologisches Umfeld ist hauptverantwortlich f\u00fcr den kollektiven und individuellen Erfolgs- und Sozialstress, dem sich in solch einem System kaum ein Einzelner entziehen kann.<\/p>\n<p>Es ist unabdingbar, eine weltweite Gesellschafts- und Produktionsstruktur zu schaffen, welche die Bed\u00fcrfnisse aller Mitglieder der Gesamtgesellschaft mit gleicher Priorit\u00e4t wahrnimmt und im Sinne der Erhaltung der nat\u00fcrlichen Ressourcen und einer sozialen und humanen Umwelt verwaltet. Die \u00dcberwindung des heute allgemeing\u00fcltigen (materialistischen) Wettbewerbs-prinzips als Leitmotiv des wirtschaftlichen und sozialen Lebens ist fundamental f\u00fcr eine globale Neuausrichtung der Gesellschaft und deren Wertesystems.<\/p>\n<p>Wichtig dabei ist die Abkehr vom Streben nach individuellem materiellen Reichtum und Sozialprestige als h\u00f6chstes Lebensziel, und die <em>Hinwendung zu einer Solidarit\u00e4ts- und Toleranzgesellschaft, bei der das Sozialprestige des Individuums sich prim\u00e4r durch seinen Einsatz f\u00fcr die Gesellschaftsentwicklung definiert &#8211; auch als Wettbewerb, jedoch aus sozialer und gesellschaftlicher Motivation heraus &#8211; und nicht durch individuelle monet\u00e4re Bereicherung oder Machtakkumulation<\/em>\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende des wirtschaftlichen Wachstums- und Wettbewerbszwanges: Fundamental f\u00fcr eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Gesellschaft ist die \u00dcberwindung der wirtschaftlichen Wachstumshysterie und des allgegenw\u00e4rtigen materiell bestimmten Wettbewerbssyndroms. 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